Auszüge aus der Dorfchronik:


Unser Dorf in der Zeitgeschichte

Das Leben in Wülfringhausen hat sich immer wieder stark verändert. Systematisches Suchen nach dem Ablauf der Ereignisse bringt erstaunliche Erkenntnisse.

In unserem Gebiet lassen sich erste Formen menschlicher Ansiedlungen aus wahrscheinlich keltischer Zeit nachweisen. Sachkenner glauben, eine keltische Erdgrabarbeit „Auf dem hohen Berg“, zwischen Sonnenhangsiedlung und Steinbruch, nachweisen zu können. Tatsächlich kann man dort heute noch ein großes viereckiges Grabengebilde sehen. Desweiteren sind „Auf dem Hömerich“, „Vor den Steinen“, so die frühere Landbezeichnung, ein ebenfalls bisher unerklärbarer Grubenaushub und Plattenmauerwerk zu erkennen.

Die ersten Hüttensippengemeinschaften sind etwa um das Jahr 800 als sächsisch –fälische, merowingisch –karolingische darstellbar und zur Zeit Karls des Großen urkundlich nachweisbar. In diese Zeit fällt auch die Christianisierung mit einem Holzkirchenbau im Nachbargehöft „Wiell“ mit entsprechenden Bestattungsriten in Eichenholzsärgen in Kirchennähe.

Für die Wallfahrten zwischen Much und „Merrienhagen“ entstand in unserem Dorf bei „Wülferickhausen“ eine Schutz- und Betstation, das Heiligenhäuschen. Ältere Einwohner können sich noch an alte Mauer- und Balkenreste auf diesem Gelände erinnern. Sonst ist die Geschichte diese Häuschens nur aus Erzählungen bekannt. So soll es mehrmals zerstört worden sein, Ende des 16. Jahrhunderts während konfessioneller Streitigkeiten.
Es wurde von erbosten Bauern vollständig zerschlagen als ein Hagelgewitter die ganze Ernte zerstörte und daraufhin große Hungersnot herrschte.

Johanniter waren es, die den Bewohnern zu besseren Obstsorten verhalfen. Die im ganzen Dorf anzutreffenden Walnußbäume sind von eingewanderten Hugenotten aus Frankreich erstmals mitgebracht worden.

In diese Zeit etwa fällt auch die langsame Umstellung von der Schaf- und Ziegenhaltung zur Rinderhaltung. Diese wurden dann auch als Zugtiere benutzt. Pferde konnten wegen der zu hohen Besteuerung nicht gehalten werden.

Die hohen Steuern und Abgaben, Frondienste, Kriegsdienste, Spanndienste, Handdienste und Zehntenabgaben beutelten die Bevölkerung. Es gab sogar leibeshörige Untertanen und eine obere Gerichtsbarkeit über Hals und Bauch.

Aufstände und Auflehnung im 16. Und 17. Jahrhundert verschlimmerten alles noch. Danach wurden Abgaben noch höher. 1720 kam es „Im Kirchspiel Wiell“ wegen zu hoher Abgaben und gesetzlicher Beschneidungen alter Rechte zu einer regelrechten Bauernrevolte.

Durch das Reichskammergericht in Wetzlar 1728 wurden aber die Rebellen freigesprochen, z.B. Herman Dick, 50 Jahre alt, Hausmann und Kirchenmeister, -Jakob Dick, 37 Jahre alt, Hausmann, -Johannes Idel, 38 Jahre alt, Haus- und Zimmermann, -Christian Bubenzer, 32 Jahre alt, Hausmann, - sowie Job. Diken.

Aus dieser schlimmen Zeit ist im Museumsarchiv–Schloß Homburg ein Schriftstück vorhanden, in dem „Wülferückhauser“ bei Androhung von erheblicher Strafe letztmals gemahnt werden, endlich die fälligen Krammetsvögel (Wacholderdrosseln) in der geforderten Stückzahl an die Homburger Herrschaft abzuliefern.

Die allerkleinste Strafe war, „einen schweren Schandstein zu Wiell um den Kirchhoeff zu draigen“. Es gab Homburger Grafen die Gelder für Schloßbau, Hand- und Spanndienste rigoros eintrieben. Einer bestimmte sogar, daß nur ein einziger Arzt, der eine eigene Apotheke besaß, im Land beansprucht werden durfte. Wer Hilfe außerhalb des Gebiets in Anspruch nahm, wurde dann deswegen schwer bestraft.

Hohe Abgaben zwangen die Bauern dazu, regelrecht Raubbau in den Wäldern zu betreiben. So blieben schließlich nur „Auf dem Kamp“ die großen Eichenbäume stehen.

Eine weitere große Plage war der Siebenjährige Krieg von 1756 – 1763. In dieser Zeit besetzten etwa 500 französische Soldaten mit Pferden die Dörfer. Laut alten Berichten brachten sie Krankheiten mit und richteten überall großen Schaden an. „Sie aßen das Vieh und die Saat für das kommende Jahr auf“.

Zur Geschichte unserer Feuerwehr: Brandwehr-Wülfringhausen:

Mittelalter bis
1802 jede Feuerstelle besaß 1 Leiter, 1 Haken, 1 Eimer, im Dorf waren 2 Brandlöschteiche
ab 1802 königliches Gesetz schreibt Bildung von Brandrotten mit Rottmeister, Gehilfen ersten, zweiten und dritten Grades vor
1807 mehrseitige, umfangreiche Feuerordnung
1826 Feuerwehrspritze für 149 Taler wird gekauft
1939 Im Hof sind 13 Feuer bzw. Kochstellen
1840 Nachweis über eine BrandbekämpfungsrotteFerd. Klein Wülfringhausen (1 Gehilfe)
1850 jedes Haus muß lt. Gesetz 1 Leiter, 2 Haken und 3 Eimer haben
1858 2 Brunnen, 2 Brandteiche, Hauspumpen im Ort
1859 Es wird eine neue Wehrspritze gekauft, Kosten 100 Taler „Welche durchaus sehenswert ist, indem selbige auf Rädern steht, sie kann von Menschen überall hintransportiert werden, ist leicht zu handhaben und entwickelt verhältnismäßig eine weit bedeutende Kraft.“
1868 14 Feuerstellen bzw. Kochstellen im Dorf
1898 noch immer nur 14 Feuerstellen
1900 von Oberwiehl erhält Wülfringhausen eine gebrauchte Feuerspritze
1911 Pflichtfeuerwehr (13 – 16 Männer)
1944 amerikanische Phosphorbrandkanister zerstören Webers Stall, die Tiere verbrennen.


Wülfringhauser Brandwehrgeschichten, Anno 1900

Een zwee! En zwee! So hieß der lustige Zuruf im Hof, wenn man sich begegnete. Entstanden war er beim Üben an der Feuerspritze, die der Hof als „halben Schrotthaufen“ von Oberwiehl bekommen hatte.

Der Bürgermeister hatte schon mehrmals schriftlich angefragt, wann nun endlich die Spritze einsatzfähig wäre. Der Stellmacher im Hof mußte jedoch zuvor neue Speichen einziehen und der Gerber neue Lederteile anbringen. Die Holzteile wurden neu lackiert, die Kupfer- und Messingteile kräftig poliert.

Kurzfristig hatte sich der Bürgermeister zur Besichtigung für einen Sonntagmorgen angesagt. Mit viel Mühe hatten die Dorfbewohner noch am Samstagnachmittag den Kuhmist mit Besen und Schaufel von den Straßen entfernt. Selbst die Abflußrinnen wurden gereinigt. In der schönen Morgensonne erschien der Hof geradezu festlich vorbereitet.

Robert Noss, der Mann von der Lina, wurde am Samstagabend noch schnell zum Hauptmann gewählt. Lina hatte vorne nur noch zwei Zähne, dazu eine hohe und schrille Stimme. Sie galt als äußerst resolut.

Fast alle Dorfbewohner hatten sich an dem neuen Spritzenschuppen neben Dicks Scheune versammelt, als der Robert mit breitem Lederkoppel, großen Koppelschloß mit der Aufschrift „Für Kaiser, Gott und Vaterland“ und viel zu großem Pickelelm, der innen von Lina mit Papierstreifen passend gemacht worden war, respektvoll den ankommenden Bürgermeister begrüßte.

Der befahl ganz überraschend: „An die Spritze und pumpen!“

Aber trotz Roberts Kommando „Robb und raff! Robb und raff!“ kamen die Leute am Gerät nicht in den Takt. Beide Seiten fühlten sich angesprochen und drückten kräftig nach unten.

Da ließ Lina ihren Hauptmann nicht im Stich.

Mit ihrem lauten Kommando „En zwee! En zwee!“ wurde alles gerettet, und das war nötig, denn Robert war der Helm über die Augen gerutscht. Er stand im Dunkeln.

Anschließend sollte bei einer angenommenen Brandstelle der schnelle Aufbau der Spritze geprobt werden. Dazu nahm der Bürgermeister seine Uhr mit der übergroßen Kette aus seiner Westentasche und gab das Startzeichen.

Die Freiwilligen liefen zur Spritze. Zwei Männer waren für die Lenkung eingeteilt. Der Rest schob so ungestüm, überraschend und kräftig, daß vorne die Deichsel nicht eingeschlagen werden konnte.

Alle landeten mit der Spritze in Dicks Misthaufen und standen bis an die Knie in der Brühe.

Der Bürgermeister meinte lachend: „Ihr seid wirklich schnell, dafür habt Ihr nur fünf Sekunden gebraucht.“


DER WASSERLEITUNGSVEREIN
UND DER DARAUS ENTSTANDENE
GEMEINNÜTZIGE VEREIN WÜLFRINGHAUSEN

Gegründet wurde der Wasserleitungsverein Wülfringhausen durch Haus- und Grundstückseigentümer.
Das Gründungskapital betrug 8000 RM.Die Anlage wurde in Eigenarbeit errichtet. Die Konstruktion war hervorragend durchdacht und konnte 65 Jahre das Dorf mit dem nötigen Wasser versorgen.

Aus dem Waldstück „An der Blankenbach“ wurde das Trinkwasser entnommen. Arbeitswasser für die an dem Alpebach stehende Lambachpumpe lieferte der Blankenbach. Mit einem Arbeitsdruck von etwas 8 atü wurde das Wasser in den Sammelbehälter auf den höchsten Punkt „Auf dem Sohl“ gepumpt.

Eine Reservewasseranlage befand sich im unteren Ortsteil. Sie bestand aus dem Auffangbehälter „Im Warthsiefen“, der Zuleitung, in den Reservebehälter, sowie einer Pumpstation, die mit einer elektrischen Kreiselpumpe bestückt war.

Die beiden Wasserbehälter dienten neben der Wasserversorgung auch für Feuerlöschzwecke.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Anlage erweitert. Die alte Pumpe wurde durch zwei Kolbenpumpen ersetzt, die immer noch in Betrieb sind und heute der Teermischanlage „Am Hüttenufer“ das Brauchwasser liefern.
In Verbindung mit dem Aggerverband wurde die Wasserversorgung ab 1972 von der Stadt Wiehl übernommen.

Das derzeitige Kapital des Vereins, Wasserleitungen, Pumpen, 37 Wassermesser, Grundbesitz und Barvermögen in Höhe von 13.000 DM floss an die Stadt Wiehl und ist den ehemals 37 Vereinsmitgliedern als Anschlussbeitrag, angerechnet worden.

Das Grundstück „Auf dem Hömerich“ blieb Eigentum des Vereins und dient heute der Jugend als Bolzplatz.

Parallel zur Verlegung der neuen Wasserrohrleitungen erfolgte auf Wunsch der Wülfringhauser Bürger die gleichzeitige Verlegung eines Gasnetzes.

Am 21.07.1975 findet die Auflösungsversammlung des Wasservereins Wülfringhausen statt. Die Versammlung beschließt die Neugründung des Gemeinnützigen Vereins Wülfringhausen.

Die wichtigsten Zielsetzungen des neuen Vereins sind:

-Vertretung der Ortsinteressen auf kommunaler Ebene

-Verschönerung des Dorfes Wülfringhausen

-Nachbarschaftspflege in geselligen Veranstaltungen

-Gegenseitige Nachbarschaftshilfe

-Erhaltung des heimatlichen Brauchtums

Die Bewirtschaftung des Waldes:

Die Einwohner von Wülfringhausen besaßen große, eigene Waldstücke. Zum Beispiel: Auf dem hohen Berg, In der Eichhardt, Im Sohl hinunter bis zum Alpebach, Im Siefen, In der alten Bremig, Am Jägen usw.

Die Wälder boten Schutz, Wärme, Baumaterial, Nahrung und Medizin für Mensch und Tier. Holz war im Winter die einzige Heizquelle und fand vielfache Verwendung wie z. B. als Bauholz, Zaun und Plankenholz. Holz war der Werkstoff für Wagner, Faßbinder und Holzpantoffelhersteller. Aus Holz wurden Schüsseln, Eßbestecke und alle möglichen Hausratgegenstände sowie Wohnungseinrichtungen gefertigt. Ebenso unentbehrlich war Holz für die Kalkbrennereien. In Köhlereien wurde Holzkohle gewonnen, die meist den metallverarbeitenden Betrieben als Energiequelle diente.

In vielen älteren Schriften wird von Huden berichtet. Dies sind Waldweiden, auf denen Ziegen- und Scharfherden ihr Futter suchten. Für die Tiermast wurden Eicheln verwendet. Nüsse, Bucheckern, Ebereschen, Holunder, Brom-, Wald-, und wilde Erdbeeren dienten neben vielen Pilzsorten den Menschen als Nahrung.

Der Wald beherbergte einen großen Wildtierbestand. Neben dem Rot- und Schwarzwildbestand gab es viele Hasen, Kaninchen, Rebhühner, Wachteln, Wildtauben und Wacholderdrosseln (Krummelsvögel). Letztere wurden noch bis zum 1. Weltkrieg mit Netzen „Aufm Sümmer“ gefangen.

In Mühlhausen hat man Eichenrinde in Lohmühlen gemahlen. Diese wurde in der Dorfgerberei für die Fellgerbung verwendet. Fast jede Familie nutzte den Nebenerwerb des Lohschälens im Hauwerk. Ein geübter Mann schaffte am Tag etwa 2 Zentner Rinde zu erwirtschaften.

Im Herbst hat man große Mengen von dürrem Laub zusammen mit Moos und Heideplaggen gesammelt und im Winter für das Stallvieh als Streu benutzt.
Lange Holzstangen wurden in Streifen gerisssen, aus denen man an Winterabenden Spankörbe herstellte.

Hervorragend waren auch die gut angelegten Waldteiche, zum Beispiel „Im Sohl“ und “Im Düster-Siefen“. Sie dienten der Fisch- und Gänseaufzucht und in trockenen Sommern dem Vieh als Trinkwasserversorgung.

Ein Eichstamm für den Hausbau kostete im Mittelalter einen Taler. Gefällt wurde von September bis Anfang März, wenn der Saft nicht mehr in den Bäumen war, das Eichenholz im abnehmenden und Buchenholz im zunehmenden Mond. In den heutigen Wiesen und Ackerflächen wurden viele alte Holzkohlenmeilerplätze gefunden.

Eine Baumartliste aus unserem Gebiet um 1850 enthält folgende Aufstellung:

-alte Eichen 2,78 %
-Buchenhochwald 3,20 %
-junges Laubholz u.gem.Bestände 17,65 %
-Fichten11,11 %
-Kiefern 5,87 %
-Mittelwald 0,81 %
-Niederwald 6,50 %
-Blößen u. Verfügungsschläge23,89 %

Im Jahr 1895 war der Fichtenbestand schon mit 65,07 % beteiligt.


Zur Geschichte des Altenheims BETHLEHEM TABEA

Aufzeichnungen über das Altenzentrum Bethlehem –Tabea

Diakonissen des ehemaligen Diakonissenhauses Bethlehem-Tabea in Lodz bauten von ihrem Lastenausgleich und mit Fördermitteln verschiedener Art hier oben auf dem Berg das heutige

Altenzentrum Bethlehem-Tabea

Zur Vorgeschichte:

Am 6.11.1904 gründete eine Bethelschwester, deren Mutter in Warschau lebte, auf Bitten des Bundes Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden das Diakonissenhaus Bethlehem-Tabea in Lodz.

Der Anfang war recht bescheiden. Mit Hilfe amerikanischer Gemeinden mieteten sie in einem Lodzer Krankenhaus einige Krankenstuben. Sie finanzierten die Ausbildung der jungen Mädchen in der Krankenpflege, zunächst in Berlin, später in Lodz.

1918 starb Schwester Berta Adam am Fleckfieber, deren Nachfolgerin – als Oberin – dann Schwester Lohrer wurde. Die nach einer Ausbildung in der Malche durch die Gemeinde Polens als Missionsschwester reiste. Ich denke, daß Sie einigen noch bekannt ist. Als eines Tages der Besitzer des Krankenhauses, indem sich die angemieteten Krankenstuben befanden, das Haus verkaufen mußte, war es natürlich ein Anliegen der Schwestern dieses zu erwerben. Das erschien natürlich unmöglich. Die Schwester beten intensiv und hatten wieder Verbindung zu den amerikanischen Geschwistern aufgenommen.

Wenige Stunden vor Ablauf der äußersten Wartefrist traf das so sehnlich erwartete Telegramm ein, das den Hauskauf ermöglichte. Später konnte wieder – wie durch ein Wunder – das Nachbarhaus als Mutterhaus dazugekauft werden.

In dem Krankenhaus eröffnete der Chefarzt des Krankenhauses später die erste Radiologie Polens. Als gegen Ende des zweiten Weltkrieges die Front näher rückte, zogen die Schwestern nach Berlin. Aber auch dort war ihr Bleiben nicht lange, da die Front wieder vorrückte. Bis die Schwestern dann 1949 von Frau Marie Noss auf Erbpacht die damalige Pension Noss erwerben konnten bedurfte es eines sehr langen mühseligen Weges. Später konnten Sie das Haus käuflich erwerben. Nun hatten die Schwestern wieder ein Mutterhaus und es gab sogar noch Raum für Gäste.

Im Dezember konnte dann auf dem Berg der Grundstein für ein Altenheim gelegt werden, das im April 1964 bezugsfertig wurde. 10 Jahre später entstand dann der Neubau.

Im Altbau befindet sich der Speisesaal und die Hauptküche. Im Neubau der Festsaal, die Waschküche und die Beschäftigungstheraphie.

In unseren Häusern wird den Heimbewohnern mancherlei Abwechslung geboten. Da in unserem Festsaal auch ein Konzertklavier steht, können dort auch kleine Konzerte gegeben werden. Oft erfreuen uns Chöre verschiedener Art. Diavorträge, wie auch Filmnachmittage und Geburtstagsfeiern in jedem Vierteljahr erfreuen uns immer wieder.

Pastoren und auch Mitlieder der verschiedenen Kirchengemeinden betreuen die Bewohner. Einen Arzt kann jeder Bewohner selbst wählen. Alle Ärzte unserer Stadt kommen wöchentlich bei Notwendigkeit zu Hausbesuchen. Auch die Beschäftigungstheraphie bringt mancherlei Abwechslung.

(Sr. Christel Nowatka)


Kochrezepte aus Wülfringhausen

UNSERE HEIMATLICHEN KOCHSPEZIELITÄTEN
Pannenbrei
Zutaten:
2- 3 Eier
2 gestr. Eßlöffel Mehl
1 gestr. Eßlöffel Zucker
1 Prise Salz
¾ l Milch
kleingewürfelter Speck

Die Eier trennen. Das Eiweiß zu steifen Eierschnee schlagen. Das Eigelb, Mehl, Zucker und Salz mit der Milch verrühren. Den Speck in der Pfanne knusprig ausbraten, die Eiermilch dazugeben und tüchtig rühren.

Sollte der Pannenbrei zu fest werden, so kann man noch etwas Milch hinzugießen. Zuletzt wird der Eierschnee untergehoben.

Zum Pannenbrei ißt man Schwarzbrot mit Butter.

Als Tischspruch der fröhliche Kinderreim:

Bim, bam, beier,
Der Küster mag keen Eier.
Wat mag er dann?
Speck in de Pann!
Oh, du verschlichene Küstemann.

Rezepte werden beliebig ergänzt.

Erählungen und Schwänke aus Wülfringhausen

Wegeschild in Wülfringhausen, Standort Heiligenhäuschen:

Dieser Pfad führt nach Dahl und Alpe, dieser führt nirgends hin,
wer indeß nicht lesen kann, tut besser, wenn er auf diesem Wege
nach Mühlhausen bleibt.“

Als Amanda Weber schon weit über 90 Jahre alt war, saß sie eines Abends draußen vor dem Haus. Es wurde bereits kühl. Ihr Sohn Friedrich Karl wollte ihr vorsorglich eine Decke um die Beine legen.
Amanda meinte darauf ganz aufgebracht: „Fort mit dem Lappen, ich sin doch noch ken al Wief!“

Otto Weber und sein Traktor.

Otto bekam seinen ersten Traktor. Mit einem fürchterlichen Krachen im Getriebe startete er.
Beim Bremsen brüllte er laut: „ Hü, hü, hü!“


Die Dorfchronik ist erhältlich bei dem Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft Wüfringhausen.


Teilnahme beim Kreiswettbewerb : „Unser Dorf soll schöner werden“

1986 Gold
1988 Gold
1990 Gold
1991 Bronze
1992 Silber
2002 Silber
2005 Silber
2008 Silber
2011 Silber